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 Rheuma – Wann können Sie eine Kur beantragen?



Rheumatische Erkrankungen werden seit Jahrhunderten in Heilbädern behandelt. Auch heute noch sind Rheumatiker besonders häufig in den Kurorten vertreten. Die Kur soll den Gesundheitszustand der Patienten verbessern oder zumindest eine Verschlechterung aufhalten. Auch zur Vermeidung einer drohenden Erwerbsunfähigkeit kann eine Kur zweckmäßig sein.

Wann ist eine Kur für Rheumatiker sinnvoll?


• Es gibt über 400 verschiedene Erkrankungen, die dem Rheuma zugerechnet werden.
• Bevor man eine Kur beantragt, sollte immer erst ein Facharzt, in diesem Fall ein Rheumatologe, eine genaue Diagnose der rheumatischen Erkrankung stellen. Es gibt durchaus auch rheumatische Erkrankungen, bei denen eine Kur wenig sinnvoll ist.
• Grundsätzlich sollten Kuren bei Rheuma nur durchgeführt werden, wenn der Betroffene sich in einer stabilen Krankheitsphase befindet.
• Ziel der Rehabilitation ist es, dass der Patient seinen Platz in der Gesellschaft und im Berufsleben wieder einnehmen kann und lernt, mit seiner chronischen Erkrankung zu leben.

Eine Kur beantragen


• Rheumatiker können alle vier Jahre eine Kur durchführen. Besteht eine medizinische Notwendigkeit, darf man sie auch häufiger beantragen.
• Eine Kur kann als ambulante Maßnahme durchgeführt werden, bei der der Betroffene abends nach Hause zurückkehrt, oder in entsprechenden Kurkliniken stattfinden.
• Die Kosten der Kur trägt in der Regel der Rentenversicherungsträger oder die Krankenkasse. Patienten müssen für maximal 28 Tage einen Betrag von 10,00 Euro pro Tag zuzahlen.

Wie wird eine Kur beantragt?


• Als Erstes stellt man einen entsprechenden Antrag beim Leistungsträger (z. B. Renten- oder Krankenversicherung). Dieser fordert dann Befundberichte der behandelnden Ärzte an und lässt den Antragsteller unter Umständen noch einmal eigens begutachten. Wird der Antrag genehmigt, bekommt der Rheumatiker daraufhin geeignete Kliniken vorgeschlagen, wobei seine Wünsche wenn möglich berücksichtigt werden. Die Klinik teilt dem Betroffenen dann den Kurtermin und weitere Einzelheiten mit. Wird der Antrag abgelehnt, kann der Antragsteller innerhalb von vier Wochen Widerspruch einlegen und der Antrag wird neu bear beitet. Bei einer weiteren Ablehnung ist der Klageweg möglich.

Was geschieht während der Kur?


• In den meisten Kurkliniken gibt es eine Vielzahl verschiedener Therapieangebote. Neben zahlreichen physikalischen Angeboten kommen meist weitere ortsgebundene Heilmittel hinzu wie beispielsweise ein eigenes Heilwasser, das warm und mit Mineralien angereichert direkt aus der Erde sprudelt.
• Was für den einzelnen Rheumatiker gut und hilfreich ist, legen die behandelnden Fachärzte im Kurort selbst fest.
• Günstig ist es in der Regel, verschiedene Behandlungsmethoden miteinander zu kombinieren:
o Krankengymnastik, einzeln oder in der Gruppe, als Trockentherapie oder im Bewegungsbad
o Moorpackungen oder -bäder
o Fango-Anwendungen (Mineralschlamm aus Vulkanerde) als Bad, Packung oder Umschlag
o Kryotherapie (Anwendung von Kälte), z. B. Kältekammertherapie, Kältepackungen, Kaltschlamm
o Thermotherapie (Anwendung von Wärme), z. B. Wannenbäder, Lichtstrahlung, Heizkissen
o Bädertherapie (Schwefel-, Radon-, Solebad)

Eine Kur hat zum Ziel, den Gesundheitszustand des Betroffenen zu verbessern. Nach der Kur soll er mit oder trotz seiner rheumatischen Erkrankung ein möglichst normales Leben führen. Kuren können in der Regel alle vier Jahre durchgeführt werden, sofern die medizinische Notwendigkeit besteht.