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 Wo kann ich Hilfe finden bei einer Krebserkrankung?



Wenn ein Mensch an Krebs erkrankt, benötigt er kurzfristig umfassende Informationen. Wichtig ist zunächst vor allem die Aufklärung über die jeweilige Erkrankung und ihre Behandlungsmöglichkeiten durch den Arzt. Ebenso wichtig können für den Patienten aber auch Informationen über Hilfsangebote sowie zu sozialen und sozialrechtlichen Fragestellungen und zur Alltagsbewältigung sein.

Der behandelnde Arzt


• Der erste Ansprechpartner bei Fragen zur Erkrankung ist immer der behandelnde Arzt. Er kennt die Krankheit und die persönliche Situation des Patienten und kann daher Fragen individuell beantworten.
• Auch ist der betreuende Arzt häufig über die Hilfsmöglichkeiten am Wohnort besonders gut informiert. So kann er Adressen von Stellen vermitteln, bei denen der Patient Zuwendung in konkreten Situationen erhält.
• Wichtig ist es, dem Arzt den gewünschten Umfang der Informationen durch aktives Nachfragen zu zeigen. Jeder hat einen unterschiedlich ausgeprägten Informationswunsch.

Angehörige und Freunde


• Angehörige und gute Freunde sind für Krebspatienten meist eine wichtige Stütze. Dies gilt sowohl für die Bewältigung alltäglicher Probleme als auch für den Umgang mit emotionalen Grenzsituationen während der Behandlung.
• Daher sollten Patie nten sich nicht scheuen, um Hilfe zu bitten und Hilfsangebote wahrzunehmen. Häufig sind nahe stehende Personen dankbar, wenn sie Unterstützung geben können, sei es durch Einkauf, Kinderbetreuung, Behördengänge oder Informationsbeschaffung.

Verbände und Organisationen


• Es gibt einige große Organisationen und Verbände, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Krebspatienten und ihren Angehörigen auf vielen Gebieten zu helfen, sie zu beraten und zu unterstützen. Folgende Organisationen sind seriös und gut organisiert. Sie informieren kompetent und neutral:

Deutsche Krebshilfe e.V.
Buschstrasse 32
53113 Bonn
Tel. 0228/72 99 0-0
Internet: www.krebshilfe.de

Die Deutsche Krebshilfe informiert in speziell für Patienten verfassten Broschüren zu einzelnen Krebsarten sowie zu übergeordneten Themen wie Schmerzen, Kinderwunsch oder Sozialleistungen bei Krebs. Diese Broschüren können kostenlos bestellt oder im Internet heruntergeladen werden. Daneben existiert ein Härtefonds, der Personen in einer finanziellen Notlage Hilfe gewährt.

Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums Heidelberg (KID)
Im Neuenheimer Feld 280
69120 Heidelberg
Tel. 0800 / 420 30 40, täglich von 8.00 bis 20.00 Uhr
Internet: www.krebsinformation.de

Der Krebsinformationsdienst informiert über Krebserkrankungen und den Umgang mit Begleiterscheinungen und -problemen. Er vermittelt Adressen und Anlaufstellen für Krebskranke und deren Angehörige.

Deutsche Krebsgesellschaft e.V.
TiergartenTower
Straße des 17. Juni 106-108
10623 Berlin
Tel. 030 / 322 93 29 0
Internet: www.krebsgesellschaft.de

Die deutsche Krebsgesellschaft ist die größte wissenschaftliche onkologische Fachgesellschaft in Deutschland. Neben der Informationsvermittlung für Patienten und ihre Angehörigen unterstützt sie die Krebsforschung.

Selbsthilfegruppen
Kompetente und verständnisvolle Ansprechpartner finden Krebspatienten in den verschiedenen Selbsthilfegruppen. Hier treffen sie Menschen, die ein ähnliches Schicksal bereits erfolgreich gemeistert haben und ihnen so Mut machen können. Darüber hinaus erhalten sie hier praktischen Rat und Hilfe. Informationen über eine geeignete Selbsthilfegruppe in Wohnortnähe findet man bei der NAKOS.

NAKOS
Nationale Kontakt- und Informationsstelle zur Anregung und Unterstützung von Selbsthilfegruppen
Wilmersdorfer Str. 39
10627 Berlin
Tel. 030 / 31 01 89 60
Internet: www.nakos.de

Internet


• Wenn sich keine Selbsthilfegruppe in Wohnortnähe befindet oder man den direkten Kontakt zu Betroffenen scheut, bietet auch das Internet vielfältige Möglichkeiten. In Chatrooms oder speziellen Foren können – oftmals auch anonym – Fragen und Probleme kommuniziert werden. Hier erhält man häufig auch Informationen zu Themen, die bislang noch außerhalb der eigenen Gedankenwelt lagen.
• Außerdem bietet das Internet eine kaum überschaubare Menge an Informationen zum Thema Krebs. Fast alle Institutionen, die sich mit dem Thema beschäftigen, sind heute online zu erreichen. Dazu gehören nicht nur die bereits genannten Organisationen, sondern auch regionale Krebsberatungsstellen, Kliniken und Krankenhäuser, internationale Krebsforschungszentren, wissenschaftliche Zeitschriften usw. So bietet zum Beispiel das Tumorzentrum Freiburg mit dem Krebs-Wegweiser (www.krebs-webweiser.de) eine sehr umfassende Liste mit Patienteninformationen, Kon taktmöglichkeiten und weiteren Informationen.
• Allerdings sollte man hier immer auf die Qualität der Seiten und die Seriosität des Anbieters achten. Hier helfen spezielle Qualitätssiegel wie beispielsweise der HON-Code. Bei Anbietern, von denen man noch nie gehört hat, sollte man erstmal misstrauisch sein. Es gibt auch viele Scharlatane im Internet, die versuchen, mit der Angst des Patienten Geld zu machen. Hier sollte man den Arzt oder eine der oben genannten Institutionen um Rat fragen.

Hilfe für Patienten mit einer Krebserkrankung gibt es bei vielen verschiedenen Stellen. Das Internet gewinnt dabei zunehmend an Bedeutung. Erster Ansprechpartner sollte jedoch immer der behandelnde Arzt sein.