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 Ischialgie und Wärmebehandlung



Unter einer Ischialgie versteht der Arzt Beschwerden, die durch eine Reizung des Ischiasnervs (medizinisch: Nervus ischiadicus) entstehen. Dabei treten in der Regel Schmerzen auf, die vom Rücken über das Gesäß und die Rückseite des Oberschenkels bis zur Kniekehle ziehen. Kommen zur Ischialgie starke Rückenschmerzen hinzu, spricht der Arzt von einer Lumboischialgie.

Was ist die Ursache einer Ischialgie?


• Schmerzen im Verlauf des Ischiasnervs entstehen, wenn der Nerv gereizt wird. Diese Reizung tritt meist in der Lendenwirbelsäule bei Muskelverspannungen, bei einer Vorwölbung, einem Vorfall der Bandscheibe oder einer Blockierung der Wirbelkörper auf. Sehr selten können auch Tumore der Wirbelsäule oder Entzündungen für die Schmerzen verantwortlich sein.

Wie wird eine Ischialgie behandelt?


• Die Beschwerden bei einer Ischialgie lassen sich durch Medikamente und durch eine Vielzahl physikalischer Maßnahmen lindern. In der Regel wird der Arzt ein Schmerzmittel oder muskelentspannende Medikamente verschreiben. Diese sollte man regelmäßig und nicht nur nach Bedarf einnehmen, damit Schmerz und Muskelverspannung sich nicht gegenseitig aufschaukeln.
• Zu einer physikalischen Therapie können folgende Maßnahmen gehören:
o Hochlagerung d er Beine, z. B. Stufenlagerung auf einem Würfel, zur Entlastung des Nervs
o Krankengymnastik
o Wärmeanwendung
o Massage
o Rückenschule in der Rehabilitationsphase

Ischialgie und Wärmebehandlung


• Wärmeanwendungen bei Rückenschmerzen entspannen die Muskulatur und fördern die Durchblutung. Dies ist wissenschaftlich nachgewiesen. Viele Betroffene empfinden Wärme als wohltuend und schmerzlindernd. Es gibt verschiedene Formen von Wärmeanwendungen:
o Wärmepackungen, z. B. mit Fango, Schlick, Moor
o feuchtheiße Wickel, heiße Rolle
o Infrarotbestrahlung des Rückens
o Ultraschall; die Schallwellen dringen dabei bis zu 8 cm tief ins Gewebe ein und erzeugen darin Vibrationen und Wärme
o Hochfrequenztherapie; dabei wird Wärme durch elektromagnetische Felder erzeugt
o Bewegungsbäder bei 36 °C
o Heißluft
o durchblutungsfördernde Salben, Wärmepflaster
• Je nach Methode sollte die Dauer der Anwendung 15 Minuten nicht! übersc hreiten, man kann sie aber unter Umständen mehrmals am Tag durchführen.
• Eine einfache Vorbeugung ist es, den Rücken durch winddichte, warme Kleidung warm zu halten. Je nach Situation bietet sich dazu auch spezielle Sportunterwäsche an.

Wärmeanwendungen werden von den Patienten bei Ischialgien häufig als wohltuend empfunden. Sie entspannen die Muskulatur und wirken durchblutungsfördernd. Eingesetzt werden Packungen, Wickel, Infrarotbestrahlung, Ultraschall, Heißluft u. a.