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 Arthrose und Arthritis – zwei Erkrankungen mit ähnlichem Namen



Immer wieder kommt es bei der Benennung von Erkrankungen, die Ursache von Gelenkschmerzen sind, zur Verwechslung von Arthrose und Arthritis. Schmerz ist das zentrale und den gesamten Krankheitsverlauf begleitende Symptom beider Gelenkerkrankungen. Zusätzlich zu den Gelenkschmerzen treten in späteren Stadien auch Einschränkungen des natürlichen Bewegungsradius bis hin zu völliger Bewegungsunfähigkeit der betroffenen Gelenke sowie Gelenkverformungen auf. Trotz dieser Gemeinsamkeiten beider Erkrankungen ist eine Unterscheidung wichtig; nur so kann eine optimale Therapie gefunden werden.

Was ist Arthrose?


Arthrose ist eine nichtentzündliche Erkrankung der Gelenke, bei der durch Abnutzung oder Verletzung die Strukturen in den Gelenken geschädigt sind.

Symptome der Arthrose


• Arthrose entwickelt sich in der Regel schleichend und kündigt sich zuerst durch Gliederschmerzen entlang der erkrankten Körperregionen an.
• Im weiteren Krankheitsstadium fühlen sich die Gelenke nach einer Ruhepause steif und kalt an.
• Im Krankheitsverlauf der Arthrose verliert das betroffene Gelenk nach und nach seine natürliche Beweglichkeit. Dies kann soweit gehen, dass sich bewegungsbedingte Änderungen der natürlichen Knochenstellung, z. B. beim Beugen der einzelnen Fingerglieder, nicht mehr rückgängig machen lassen und die Gelenke in dieser Stellung fixiert bleiben.
• Oft verdicken sich entzündete Gelenke auch aufgrund einer krankheitsbedingten Knorpelbildung an dem betroffenen Gelenk und knacken oder knirschen bei Bewegungen.
• Arthrose an der Wirbelsäule ruft Rückenschmerzen hervor und verursacht ganzkörperliche Bewegungseinschränkungen.
• Häufig sind große und stark belastete Gelenke wie z.B. das Hüftgelenk von einer Arthrose betroffen.

Schmerz-Phasen bei einer Arthrose


• Der für Arthrose typische starke Schmerz entlang der entzündeten Gelenkregionen entwickelt sich in drei Phasen:
o Zunächst schmerzen die entsprechenden Gelenke nur bei vergleichsweise starker Belastung.
o Dann schmerzen sie auch bei normaler Beanspruchung der Gelenke durch einfache Bewegungen.
o Später berichten Patienten ebenfalls von Beschwerden an den betroffenen Regionen in Ruhestellung.

Therapie der Arthrose


• Basis der Therapie sind physikalische Maßnahmen wie Physiotherapie.
• Zur Linderung der Beschwerden werden bei Arthrose oft Schmerzmittel eingesetz t. Sie wirken symptomatisch nur gegen die Schmerzen, nicht ! aber als ursächliche Behandlung. Häufig werden nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR) und COX-2-Hemmer eingesetzt. Bei weiter bestehenden stärksten Schmerzen muss die Verwendung von Morphin ähnlichen Schmerzmitteln, sogenannten Opioiden erwogen werden
• In fortgeschrittenen Stadien können Operationen nötig werden um die verlorengegangene Funktionsfähigkeit der Gelenke wieder herzustellen

Was ist Arthritis?


Arthritis ist im Gegensatz zur Arthrose eine entzündliche Erkrankung, die entweder durch Infektionen (seltener) oder eine Störung der körpereigenen Abwehr (Autoimmun-Erkrankung) ausgelöst wird. Hier ist insbesondere die rheumatoide Arthritis zu nennen.

Symptome der Arthritis


• Die durch Arthritis verursachten Entzündungen treten gewöhnlich symmetrisch an zweifach vorhandenen Gelenken rechts und links von der Körpermitte auf.
• Rheumatoide Arthritis kann entweder schleichend oder sehr plötzlich auftreten und ver ursacht durch die in der Blutbahn frei zirkulierenden Antikörper oft mehrere Entzündungsherde.
• Typischerweise entwickeln sich arthritische Entzündungen zuerst an kleinen Gelenken. An den entsprechenden Stellen treten mit dem Krankheitsbeginn erste Schmerzen und Gelenkbeschwerden nach Ruhephasen auf, die sich im fortschreitenden Stadium verschlimmern. Erste Symptome sind Überwärmung, Schwellungen und Rötungen an den betroffenen Gelenken.
• Weitere Indikatoren sind Allgemeinsymptome wie Schwäche- und Müdigkeitsgefühle. In späteren Krankheitsstadien vergrößern sich die entzündeten Gelenke sichtbar und beginnen sich gleichzeitig zu versteifen und zu verformen.
• An arthritisch entzündeten Kniegelenken können sich Zysten bilden, die beim Aufplatzen Schmerzen und Schwellungen im Unterschenkel auslösen. Diese Zysten werden äußerlich als harte Knoten an den Gelenken wahrgenommen und gefühlt. Sie bilden sich bei bis zu 40 Prozent der an Arth ritis erkrankten Patienten.
• Rheumatoide Arthritis ! kann zus ätzlich auch leichtes Fieber und eine Entzündung der Blutgefäße verursachen, wodurch Nerven geschädigt werden und Geschwüre an Beinen entstehen können.

Therapie der Arthritis


• Basis der Therapie sind oft physikalische Maßnahmen wie Krankengymnastik.
• Bei akuten Beschwerden sind Ruhigstellung, Kühlung und Hochlagerung sinnvoll.
• Zur Linderung der Beschwerden werden auch bei der Arthritis Schmerzmittel eingesetzt. Sie wirken symptomatisch, nicht aber als ursächliche Behandlung. Häufig werden nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR) und COX-2-Hemmer eingesetzt. Bei stärksten Schmerzen sollte über den Einsatz von Morphin ähnlichen Schmerzmitteln, sogenannte Opioide, nachgedacht werden.
• In fortgeschrittenen Stadien können aufgrund der Fehlstellungen der Gelenke Operationen nötig werden.
• Bei der rheumatoiden Arthritis können spezielle Rheumamedikamente (Basistherapeutika) eingesetzt werden. Es wird beispiels weise oft Methotrexat bei rheumatoider Arthritis eingesetzt. Auch der (frühzeitige) Einsatz von sogenannten Biologicals ist zu erwägen. Eine Behandlung mit Kortisonpräparaten kann im Verlauf nötig werden.
• Operationen (minimal-invasiv während einer Gelenkspiegelung oder offene Gelenkoperation)

Die unmittelbarsten und für den Betroffenen am schwersten in das alltägliche Leben integrierbaren Begleiterscheinungen sämtlicher Gelenkerkrankungen sind die auftretenden starken Schmerzen. Mit Arthritis bezeichnet man entzündliche Gelenkerkrankungen wie beispielsweise die rheumatoide Arthritis. Arthrose hingegen ist ein Gelenkverschleiß durch Abnutzung.